Nachdem Schubert im November 1828 verstorben war, übergab sein Bruder Ferdinand dreizehn Gesänge auf Texte von Ludwig Rellstab und Heinrich Heine an den Verleger Haslinger. Schubert hatte sie erst im August 1828 komponiert. Noch zu Lebzeiten wollte er die beiden Liedergruppen eigentlich separat herausgeben.
Die Heine- und Rellstab-Lieder stehen jedoch entstehungsgeschichtlich in engem Zusammenhang. Haslinger fügte als 14. Lied „Die Taubenpost“ auf einen Text von Johann Gabriel Seidl hinzu, das Schubert zusammen mit „Der Hirt auf dem Felsen“ (D 965) einen Monat vor seinem Tod komponiert hatte, das aber in keinem Zusammenhang mit den Rellstab- und Heine-Liedern steht. Diese Sammlung veröffentlichte Haslinger Anfang Mai 1829 postum und gab ihr nachträglich den Namen „Schwanengesang“ – traditionell die Bezeichnung für das letzte Werk eines Künstlers vor seinem Tod.

- Nach dem Urtext der „Neuen Schubert-Ausgabe“
- Vorwort von Walther Dürr über Entstehungs- und Überlieferungsgeschichte sowie Quellenlage jedes einzelnen Liedes (dt./engl.)
- Liedtexte in englischer Übersetzung von Richard Wigmore

Inhalt
1. Liebesbotschaft
2. Kriegers Ahnung
3. Frühlingssehnsucht
4. Ständchen
5. Aufenthalt
6. In der Ferne
7. Abschied
8. Der Atlas
9. Ihr Bild
10. Das Fischermädchen
11. Die Stadt
12. Am Meer
13. Der Doppelgänger
Die Taubenpost, D 965 A