Louis Vierne (1870–1937) führte die Gattung der Orgelsinfonie zu ihrem stilistischen Höhepunkt. Zum Kreis seiner Schüler gehörte u.a. Marcel Dupré, dessen Schüler Thierry Escaich als Mitarbeiter an dieser Gesamtedition beteiligt ist.

Die 4. Symphonie ist eines der wichtigsten Werke der Orgelmusik.
Bisher wurde die Komposition auf die drei Sommermonate 1914 datiert.
Ein von der Herausgeberin aufgefundener Brief Viernes vom 23. Juni 1914 widerlegt aber jegliche Verbindung zum Kriegsgeschehen. Die 4. Sinfonie konnte daraufhin neu eingeordnet werden, was im Rahmen der vorliegenden Edition auch zu einer neuen inhaltlichen Wertung und Interpretation führte (vgl. das ausführliche Vorwort).

Die Registrierung dieses Schlüsselwerks der Orgelliteratur erinnert teilweise an César Francks Choral h-Moll. Generell wird der Einfluss Francks bereits vom Rezensenten der Erstaufführung hervorgehoben.

• Dreisprachiges, ausführliches Vorwort (frz./engl./dt.) mit detaillierten entstehungsgeschichtlichen und aufführungspraktischen Hinweisen
• Mit umfassendem Kritischem Bericht (frz./engl./dt.)
• Verwendung von neuem Quellenmaterial
• Zahlreiche Abbildungen und Faksimile-Seiten