Louis Vierne (1870–1937) führte die Gattung der französischen sinfonischen Orgelmusik zu ihrem stilistischen Höhepunkt.

Neben seiner umfangreichen Kompositionstätigkeit hat sich Louis Vierne auch als genialer Improvisator an seiner Wirkungsstätte, der Kathedrale Notre-Dame, Paris und weltweit einen Namen gemacht.

Als einer der bekanntesten Organisten seiner Zeit hat er 1928 in Notre-Dame eine der ersten Orgelschallplatten mit Werken von Johann Sebastian Bach und eigenen Improvisationen eingespielt.

Drei der 1929/1930 auf Schallplatte erschienenen Improvisationen wurden im Jahre 1954 von seinem Schüler Maurice Duruflé in Notenschrift übertragen. Eine weitere, bis dahin nicht veröffentlichte Improvisation wurde in jüngster Zeit in Viernes Nachlass aufgefunden, von Jean-Michel Louchart (*1946), einem Schüler Duruflés, rekonstruiert und 2005 in Notenschrift veröffentlicht. Diese vier Improvisationen sind neben Viernes Transkriptionen von Werken Bachs, César Francks und Serge Rachmaninoffs Gegenstand dieses Bandes, der die Gesamtausgabe der Orgelwerke von Louis Vierne abschließt.

Inhalt
1. Improvisationen:
- Drei Improvisationen (rekonstruiert 1954 von Maurice Duruflé)
- Improvisation (rekonstruiert 2005 von Jean-Michel Louchart)

2. Transkriptionen:
- Johann Sebastian Bach, Sicilienne BWV 1031 (1894)
(2. Satz der Sonate Es-Dur für Flöte und Cembalo)
- César Franck, 5 Pièces d'harmonium (1901)
- Serge Rachmaninoff, Prélude cis-Moll op. 3, Nr. 2 (1932)
(aus: Morceaux de fantaisie)

• Mit umfassendem Kritischen Bericht (frz./engl./dt.)
• Dreisprachiges, ausführliches Vorwort mit detaillierten aufführungspraktischen Hinweisen
• Verwendung von neuem Quellenmaterial
• Abbildungen und Faksimile-Seiten