César Francks Sonate für Klavier und Violine gehört zu den hochgeschätzten Werken der Violinliteratur, ein Meisterstück zyklischer Form – mit ihrer Anmut und Ausdruckskraft steht sie geradezu paradigmatisch für die Epoche der musikalischen Romantik. Die Sonate wurde 1886 komponiert und ist dem belgischen Geiger und Komponisten Eugène Ysaÿe gewidmet.

Anhand der Korrespondenz des Komponisten lässt sich eindeutig nachweisen, dass Franck unmittelbar in die Drucklegung seines Werks eingebunden war. Die kritisch-praktische Neuausgabe basiert folgerichtig im Wesentlichen auf der Erstausgabe der separaten Violinstimme sowie der Klavierstimme der noch zu Francks Lebzeiten erschienenen Erstausgabe der Fassung für Violoncello und Klavier: In dieser wurden zahlreiche, in der ersten Auflage der Violinfassung noch vorhandene Stichfehler korrigiert. Zusätzlich zu den genannten Quellen wurden die beiden autographen Handschriften der Violinsonate dann herangezogen, wenn einzelne Lesarten abzuklären waren.

Die Ausgabe enthält außerdem zwei kleine Einzelsätze für die selbe Besetzung: Das frühe „Andantino quietoso“ op. 6 (1843), ein Zeugnis des Klaviervirtuosen Franck, der für die Auftritte mit seinem Violine spielenden Bruder Joseph komponierte, sowie die erstmals postum (1911) veröffentlichte „Mélancolie“, die auf einer Solfège-Übung basiert und Franck wie bei der Violinsonate auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft zeigt.

Ein informativer Textteil (dt./frz./engl.) zur Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte der drei Werke sowie ein vollständiges Quellenverzeichnis, Hinweise zur Edition und ein Kritischer Bericht (engl.) runden die Ausgabe ab.

• Neue Urtextausgabe mit Pioniercharakter
• Informativer Textteil (dt./frz./engl.) zur Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte der Sonate und ihrer Fassungen
• Zwei kleine Einzelsätze für Violine und Klavier erstmals in Neuedition als Zugabe
• Mit ausführlichem Kritischen Bericht (engl.)