Das Streichquintett Es-Dur op. 97 (mit zwei Bratschen) ist Dvoráks drittes auf amerikanischem Boden komponiertes Werk.
„Von drei Sätzen dieses Quintetts können wir sagen, dass sie den Einfluss der amerikanischen Musik und des Lebens in Amerika auf den Komponisten widerspiegeln“, schrieb am 7. Januar 1894 der amerikanische Musikkritiker Henry Krehbiel. Die Verwendung bestimmter melodischer und rhythmischer Elemente in den amerikanischen Kompositionen, wie sie für afroamerikanische Gospel-Gesänge charakteristisch sind, stärkten das damals legendenbildende Konstrukt, das Dvorák zum Begründer einer amerikanischen Nationalmusik machen sollte.

Das Streichquintett Es-Dur wurde am 12. Januar 1894 in der Carnegie Hall uraufgeführt und erschien kurz darauf in Partitur und Stimmen bei Simrock im Druck – der Hauptquelle der vorliegenden Edition.

- Nachdruck aus der kritischen „Gesamtausgabe der Werke Antonín Dvoráks“, Band IV/8
- Neues Vorwort (tsch./engl./dt.) mit neuer Bewertung der Entstehungszusammenhänge von David Beveridge


"Auf Basis des bei Bärenreiter herausgekommenen penibel redigierten Stimmensatzes lässt isch das Stück expressiver Kammermusik des großen Tschechen abbilden, das es verdient hat, ein wenig häufiger im KOnzertsaal zu erklingen. So leicht wie Streichquartett plus Kontrabass den Zugang zu diesem Quintett finden werden, so direkt wird es das Publikum ansprechen, das an mehr als einer Stelle den 'typischen' Dvorák heraushören wird."
(Das Orchester 1-15)