Die Gespensterballade besteht aus einem Tumult der Gefühle zwischen Sehnsucht, Grauen, Hoffnung, Verzweiflung und am Ende Erleichterung. Erzählt wird von der wilden und furiosen nächtlichen Jagd, die durch modrige Sümpfe und über kahle Felsen, vorbei an düster glimmenden Irrlichtern und drohend heulenden Hunden führt. Der erste Hahnenschrei macht bei den Strahlen der aufgehenden Sonne dem Spuk ein Ende und bringt die glückliche Rettung der Braut.

Die Vorliebe des englischen Publikums für große Vokalwerke brachte Antonín Dvorák im November 1883 den Auftrag ein, für das Birmingham Musical Festival 1885 eine Kantate für Soli, Chor und Orchester zu komponieren.

Dvorák wählte für seine Komposition den Balladentext „Svatební košile“ (wörtlich: Die Brauthemden) aus der Sammlung „Kytice z povestí národních“ (Blumenstrauß aus Volkssagen) des tschechischen Dichters Karel Jaromír Erben (1811–1870) und bestand darauf, sie zunächst in Böhmen uraufführen zu lassen. Das Werk wurde dann auch in England mit großem Enthusiasmus aufgenommen.

- Einzelausgabe aus der „Gesamtausgabe der Werke Antonín Dvoráks“, Band II/2
- Neues Vorwort von Daniela Philippi (tsch./engl./dt.)
- Gesungener Text in drei Sprachen (tsch./engl./dt.)