Bei seinen Recherchen zog Christopher Hogwood eine Quelle heran, auf die George Bozarth im Frühjahr 2011 aufmerksam gemacht hatte und die bis dahin unveröffentlicht geblieben war.

Während einer Konzertreise, die der junge Brahms 1853 mit dem Geiger Ede Reményi unternahm, besuchte er den Göttinger Universitätsmusikdirektor Arnold Wehner und notierte in dessen Album Amicorum, das unter anderem auch Beiträge von Robert und Clara Schumann, Mendelssohn, Jenny Lind, Rossini und Liszt enthält, ein kurzes Klavierstück.
Die Quelle überliefert das aus einer Seite bestehende Autograph dieses kleinen, von Brahms unbenannten „Albumblatts„, das der Komponist 12 Jahre später – von a-Moll nach as-Moll transponiert und überarbeitet – in seinem Horntrio wiederverwendete.

Das Klavierstück erscheint in der wissenschaftlich-kritischen Ausgabe sowohl als Faksimile als auch in moderner Notation.

- Neu entdecktes Brahms-Werk
- Erste Urtextausgabe, mit Vorwort (engl./dt.) und Kritischem Bericht (engl.)
- Mit Faksimile der autographen Partitur