JOHANN PACHELBEL · SÄMTLICHE VOKALWERKE

Johann Pachelbel ist als Orgelkomponist und Autor eines weltbekannten Instrumentalkanons bis heute in Konzertprogrammen und Tonträgerkatalogen präsent. Dies kann jedoch von seinen Vokalkompositionen nur mit Einschränkungen gesagt werden. Allenfalls die Motetten erscheinen gelegentlich im kirchenmusikalischen Repertoire. Pachelbels Arien, Vokalconcerti und großbesetzte Magnificats erfuhren bislang nur wenig Beachtung.

Die textkritische Erschließung dieses gewichtigen OEuvres, das überwiegend an Pachelbels hauptsächlichen Wirkungsstätten Erfurt und Nürnberg entstand und handschriftlich erhalten ist, wird von Kirchenmusikern und Musikhistorikern schon lange als Desiderat angesehen.

Wie immer bei solchen Unternehmen sind neue Erkenntnisse im Hinblick auf Werkbestand, Werktext und Werkkontext zu erwarten. Dabei geht es nicht nur um schöne Musik, sondern auch um die Vertiefung unseres Bildes von Pachelbel als dem Vermittler zwischen süddeutschen   und mitteldeutschen Traditionen, um die Würdigung eines Werks, das allzu häufig vom alles überstrahlenden „Ereignis Bach“ in den Schatten gedrängt wurde.

Die kritische Ausgabe
Die Ausgabe hat zum Ziel, sämtliche überlieferten Vokalwerke Johann Pachelbels in bestmöglicher Form zugänglich zu machen. Sie wird im Auftrag des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Erlangen-Nürnberg sowie des Instituts für Kirchenmusik der Kunstuniversität Graz herausgegeben. Pro Jahr sind zwei Bände vorgesehen.

Da eine Chronologie in vielen Fällen nicht möglich ist, werden die einzelnen Werke innerhalb ihrer Gruppe nach Besetzung angeordnet. Fragmente sowie Werke, bei denen die Urheberschaft Johann Pachelbels zweifelhaft ist, erscheinen am Ende der jeweiligen Gruppe.
Der Rahmen des Unsicheren wird hierbei weit gefasst. Jeder Band enthält eine Einführung (deutsch/englisch) und einen Kritischen Bericht (deutsch).

Format 25,5 x 32,5 cm; Leinen