César Francks „Sonate für Klavier und Violine“ gehört zu den hochgeschätzten Werken der Violinliteratur, ein Meisterstück zyklischer Form – mit ihrer Anmut und Ausdruckskraft steht sie geradezu paradigmatisch für die Epoche der musikalischen Romantik. Die Sonate wurde 1886 komponiert und ist dem belgischen Geiger und Komponisten Eugène Ysaÿe gewidmet.

Bei der Erstaufführung in der Pariser Société nationale de musique zeigte sich der mit Franck befreundete Cellist Jules Delsart so begeistert, dass er das Werk für sein Instrument adaptierte. Die 1887 erschienene Erstausgabe dieser Bearbeitung, die der kritisch-praktischen Neuausgabe als Hauptquelle zugrunde liegt, präsentierte die separate Cellostimme in einer fortan gleichermaßen für die Violin- und Celloausgabe verwendeten Klavier-Partitur mit dem Titel „Sonate pour piano et violon ou violoncelle“ – die Fassung für Klavier und Violoncello von Jules Delsart ist damit die einzige in der Reihe der existierenden Bearbeitungen für andere Instrumente, die César Franck autorisiert hat.

Die Ausgabe enthält mit der erstmals postum (1911) veröffentlichten „Mélancolie“ für Violine bzw. Violoncello und Klavier außerdem einen kleinen, auf einer Solfège-Übung basierenden Einzelsatz: eine musikalische Preziose, die den Komponisten auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft zeigt.

Ein informativer Textteil (dt./frz./engl.) zur Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte der beiden Werke sowie ein vollständiges Quellenverzeichnis, Hinweise zur Edition und ein Kritischer Bericht (engl.) runden die Ausgabe ab.

• Neue Urtextausgabe mit Pioniercharakter
• Informativer Textteil (dt./frz./engl.) zur Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte
• Mit ausführlichem Kritischen Bericht (engl.)