Der 3-stimmig notierte Satz dieses Werkes für einen oder mehrere Ausführende oder für bewegliche Objekte sieht eine vollkommen stumme Realisierung vor.

Während die Art der Aufführung – der Untertitel weist darauf hin – frei ist, wurde der Rhythmus exakt festgelegt: Es gibt einen Part mit schnellen, punktuellen Gesten, einen mit langsamen, fließenden Bewegungen und einen, den die Komponistin mit „frozen gesture“ bezeichnet, ihn charakterisiert ein fester Rhythmus aus stehenden, „eingefrorenen“ Bewegungen.
In diesem Werk tritt an die Stelle von Klang das Erlebnis eines visualisierten musikalischen Formablaufs. Der Titel bezieht sich auf die verschiedenen Bedeutungsschatten des Lautes „O“, der – wir alle kennen es - je nach gestischem Kontext stets wechselnde Bedeutung erhalten kann.