Der Titel „Guarda in giù“ („Schau hinab“) ist auf zwei Ebenen angelegt. Zum einen steht er für das Hineinschauen in das eigene Ich, zum anderen für das tiefe Fundament dieser vom Bass her gedachten, obertonreichen Komposition.

Die scheinbar unendlichen pulsierenden Liegetöne und die räumliche Wirkung des Stückes werden durch die reine Lautsprache in ihrer sogartigen Wirkung unterstützt. Dem Text fehlt eine semantische Bedeutung, nicht jedoch eine üppige Farbigkeit und große Aussagekraft.
Das Stimmengeflecht über dem Bass, das neben differenzierten Vokalfarben auch Geräuschhaftes einbezieht, spiegelt Charlotte Seithers Vorstellungen von der Stimme als direkteste menschliche Äußerungsform wider.