Mário Vieira de Carvalho macht das Opernhaus in Lissabon zum Ausgangspunkt einer für den gesamten südeuropäischen Raum gültigen Untersuchung über kulturideologische Konstellationen, Machtstrukturen und soziale Verhältnisse von der Aufklärung über die Rezeption Wagners bis zum Faschismus.

Er analysiert die Lebensformen, die sich in Theaterverhältnissen herauskristallisieren, und beschreibt die Oper als ein strukturell mit der Gesellschaft verbundenes Kommunikationssystem. Das Buch zeichnet ein äußerst ungewöhnliches, aber realistisches Bild der südeuropäischen „Opernwelt“ der letzten drei Jahrhunderte.