Die enge Verbindung von Musik und Sprache haben viele Komponisten, Dichter und Denker seit Jahrhunderten auf den Begriff gebracht: Rousseau mit seinem Diktum „Dichtung und Musik – eine einzige Sprache“ oder Dieter Schnebel mit der Definition des „musikalischen Wesens“ der Lyrik als “Gestaltung des Sprachklangs”.

Diether de la Motte, Komponist, Musikschriftsteller und Lyriker, legt mit diesem Buch erstmals konkrete Analysen nicht von „vertonten Gedichten“, wie etwa Liedern vor, sondern von der in Gedichten mitschwingenden, sie prägenden Musik. In 13 Kapiteln befragt er Gedichte unter anderem nach ihrem speziellen Klang (Welcher Vokal, welcher Konsonant regiert? Gibt es gar Modulationen?), ihrer Strophengestalt, ihren Silbenzahlen und sogar nach „komponierten Pausen“.

Ein Buch nicht nur für Musiker, sondern für jeden, der Gedichte liebt und dem hier neue, überraschende Zugänge zur „Musik in den Worten” erschlossen werden.

Diether de la Motte,
1928 geboren, war zuletzt Professor an der Musikhochschule in Wien. Er schrieb Opern, Orchesterwerke, Kammer-, Chor-, Klavier-, Orgel- und geistliche Musik und veröffentlichte bei Bärenreiter folgende Bücher: Kontrapunkt; Harmonielehre; Musikalische Analyse; Musik ist im Spiel; Melodie; Wege zum Komponieren; Musikalische Liebeserklärungen, Zartbitter.