Verdis „La Traviata“ gehört zu den meistgespielten Opern weltweit. Sie erzählt die ergreifende Geschichte der leichtfertigen Pariser Halbweltdame Violetta Valéry, die in Alfredo Germont ihre große Liebe findet, ihrem flatterhaften Lebenswandel entsagt und doch um seinetwillen auf ihn verzichten muss, weil die rigide Doppelmoral der Gesellschaft eine Kurtisane zwar als Gespielin, nicht aber als Frau an der Seite eines Adligen duldet.

Seine Traviata („die vom Wege Abgekommene“) vereinigt in geradezu archetypischer Weise Hure und Heilige, Lebenslust und Entsagung, Frivolität und Würde in sich.

Giuseppe Verdi nimmt in seiner Oper Partei für eine Frau, die von der Gesellschaft seiner Zeit kein Verständnis zu erwarten hatte: Er setzt dem Schicksal einer am Pariser Nachthimmel verglühten Sternschnuppe ein bleibendes musikalisches Denkmal.

Das Buch bietet
- eine ausführliche Beschreibung der musikalischen Nummern der Oper
- anschauliche Figurenporträts
- die wichtigsten Inszenierungen im 20. und 21. Jahrhundert, insbesondere Luchino Viscontis Inszenierung mit Maria Callas und Willy Deckers legendäre mit Anna Netrebko
- das Werk jenseits der Bühne: von den CD-Einspielungen Carlo Maria Giulinis (Callas) und Carlos Kleibers (Cotrubas) über den Opernfilm Franco Zeffirellis bis zu den Kinofilmen mit Greta Garbo oder Isabelle Huppert.

Die Autorin
Silke Leopold ist eine prominente Opern-Forscherin und Musikwissenschaftlerin. Bei Bärenreiter veröffentlichte sie das „Who’s who in der Oper“, „Händel. Die Opern“, „das Mozart-Handbuch“ und „Guten Morgen, liebes Weibchen“. „Mozarts Briefe an Constanze“. Sie ist Herausgeberin der „Bärenreiter Studienbücher Musik“ und des „Bärenreiter Basiswissens“.