Der Blick auf die sakrale Musik der drei monotheistischen Religionen offenbart verblüffende Gemeinsamkeiten: den Primat des Vokalen, die Skepsis gegenüber dem Eindringen weltlich-unsittlicher Klänge und die „Heiligkeit“ des gesungenen Schriftwortes.

Demgegenüber gibt es aber auch frappierende Unterschiede, das radikale Auseinanderdriften der sakralen Musikkulturen im Laufe der Geschichte. Lassen sich vom Gregorianischen Choral noch Verbindungen ziehen zur Koranrezitation und zum Synagogalgesang, so sind Werke wie die Messen Mozarts oder die Kantaten Bachs im Islam, aber auch in den orthodoxen christlichen Kirchen völlig undenkbar.

Im vorliegenden Band erörtern islamische, jüdische und christliche Wissenschaftler die Vielfalt der Klänge im sakralen Umfeld, ihre Entwicklung und die theologischen Hintergründe.

"Ein äußerst reichhaltiges und lesenswertes Buch."
(singende kirche 3-2014)