Das Trio für Violine, Violoncello und Klavier wurde in der ursprünglichen Fassung am 15. Oktober 1973 vom Dvorak-Trio in Prag uraufgeführt. Später bearbeitete der Komponist die Violinstimme auf die Bitte der englischen Flötistin Evelyn Frank für Flöte und schuf so mit wenigen Veränderungen eine zweite Fassung des Werkes. In dieser Gestalt erklang das Stück dann erstmals am 16. April 1995 in London. Eine chromatische und frei dodekaphone Struktur, ein lebendiges rhythmisches Pulsieren und ein übersichtlicher formaler Aufbau aller vier Sätze sind die wesentlichen Merkmale der Komposition. Ihre einheitliche Konzeption wird durch den Schlusssatz abgerundet, dessen thematische Grundlage aus dem ersten und zweiten Thema des Eröffnungssatzes gebildet ist und in dem zugleich an das Hauptthema des zweiten Satzes erinnert wird vor dem energischen und rhythmischen Schluss des Stückes.